Politik
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Henning Eichberg, Die Geschichte macht Sprünge

Fragen und Fragmente

ISBN 978-3-926584-30-4

223 Seiten, Paperback

Eine große gesellschaftliche Transformation führte in den achtziger Jahren zur Revolution in Osteuropa. Im Westen neigt man dazu, die Tragweite dieses Prozesses und die dadurch angestoßene Infragestellung des Eigenen zu unterschätzen. Dem ist dieses Buch grundlegend entgegengesetzt. Es handelt vom Zusammenhang von Nation und Revolution. Was ist die nationale, was ist die deutsche Frage nach dem Vollzug der staatlichen Einheit?
Statt des Bewußtseins der "zwei deutschen Staaten" erscheint hier im Umriß ein Denken des Dazwischen, des Niemandslands. 1968 und 1989 hängen zusammen. Und der Untergrund der Moderne liefert fruchtbares Querdenken, das neu und gegen den Strich verstanden werden kann -Johann Gottfried Herder, N.F.S. Grundvig, Martin Buber, Asger Jorn - eine libertäre Philosophie des Volkes. Es geht um die Fragen von Entfremdung und Identität, von Krieg und Frieden, und nordeuropäische Erfahrungen sind dabei hilfreich. Das Volk und nicht die Verfassung ist der Ausgangspunkt gelebter Demokratie - und Sozialismus ist möglich. Nein, kein System, sondern ein Prozeß des Fragens, eine Weise des Infragestellens. Auf den Weg kommt es an.

Karl Otto Paetel, Nationalbolschewismus und nationalrevolutionäre Bewegungen in Deutschland

Geschichte, Ideologie, Personen (1918 bis 1933)
Karl Otto Paetel - bekannt geworden durch seine kenntnisreichen wie engagierten Veröffentlichungen über Ernst Jünger und die deutsche Jugendbewegung - beschäftigt sich in dem vorliegenden Buch mit dem „Nationalbolschewismus", jenem merkwürdigen politischen Phänomen der Jahre zwischen 1918 und 1933, das in besonderem Maße charakteristisch ist für die Zeit der Weimarer Republik. Paetels lebendig geschriebener Bericht beruht gleichermaßen auf sorgfältigen Quellenstudien wie auf der Kenntnis des „Dabeigewesenen". Exakt beschreibt er die einzelnen Gruppen. So wird jene Welt der jungen Rebellen von damals, die sich trafen im gemeinsamen Willen zur Revolution - um der Nation willen die einen, um des Sozialismus willen die anderen - und die Synthese suchten zwischen „ganz rechts" und „ganz links", noch einmal atmosphärisch lebendig...

Paperback-Ausgabe, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Friedrich Kabermann, Ernst Niekisch, Widerstand und Entscheidung eines deutschen Revolutionärs

Leben und Denken von Ernst Niekisch
Ernst Niekisch war der herausragende Vertreter der "Konservativen Revolution", dessen Widerstandsdenken, eine Synthese von revolutionärem Sozialismus und preußischem Staatsdenken, ihn in Gegnerschaft zum Nationalsozialismus brachte. 1937 wurde er verhaftet und 1939 wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt. Niekisch sah nur im Ausgleich und in einem Bündnis mit Rußland die Chance, Deutschlands Machtstellung zu behaupten. Haffner erkannte in ihm den Theoretiker der zukünftigen Weltrevolution des Nationalen.

420 Seiten, Pb.

Andrzej Madela, Reinhard Jirgl: Zeichenende. Kultur im Schatten posttotalitärer Mentalität

132 Seiten, Paperback

Inhaltsverzeichnis:

Andrzej Madela und Reinhard Jirgl: Vorwort

Reinhard Jirgl: Das minimierte Sein

Andrzej Madela: Die posttotalitäre Mentalität als Sprache

Andrzej Madela: Einige Bemerkungen zum "Konservatismus"-Begriff

Andrzej Madela: Landschaft ohne Kunst, Ein polnisches Beispiel

Andrezej Madela: "Volk ohne Raum". Übergangsmomente von Volks- in völkische Literatur

Reinhard Jirgl: Über das Träumen und das Schweigen vom Tod

 

Andrzej Madela ist ein deutscher Germanist und Historiker. Von 1993 bis 1995 war er Redakteur der Wochenzeitung Junge Freiheit.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Andrzej_Madela

Reinhard Jirgl ist ein deutscher Schriftsteller. 2010 wurde ihm von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der angesehene Georg-Büchner-Preis verliehen.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Jirgl

 

Werner Kunze, Die Moderne

Ideologie, Nihilismus, Dekadenz
 
ISBN 978-3-937820-18-7
336 Seiten, gebunden, Hardcover

Kunzes Kritik an der Moderne geht von der epochalen Erschütterung traditioneller Werte aus, die mit dem Zeitalter der Aufklärung und der Französischen Revolution ihren Anfang nahm und bis heute fortwirkt. Traditionen wurden durch neue „Versprechen“ ersetzt, die Moderne mutierte zum Zeitalter der Ideologien: schönfärberisch, aufdringlich, missionarisch, kritikresistent, menschenverachtend, totalitär. Der heutige Zeitgeist – eine Spielart der Moderne – erfährt in diesem Werk ein umfassende und scharfsinnige Analyse.



Werner Kunze:

Geboren 1927 in Friedrichshafen/Bodensee und dort aufgewachsen. Von 1943 bis 1948 Flakhelfer, Soldat, Kriegsgefangenschaft. Anschließend Abitur und Studium der Betriebswirtschaft an der Universität München mit Abschluß als Diplom-Kaufmann. 35 Jahre in einem deutschen Unternehmen der Öl- und Gasindustrie im In- und Ausland tätig. Autor der Bücher „Anthropologie und Ideologie - ideologische Anthropologie?“ (Vertrieb: Bublies-Verlag), „Zeitmosaik. Politik, Zeitgeist, Sprache“ (Bublies Verlag), „Wie steht es heute um Wahrheit und Gewißheit?“ (San Casciano Verlag) und „Zurück zur Natur? Biologie im Spannungsfeld von Politik und Kultur“ ( San Casciano Verlag).

Büchner/Kaminski/Löhr (Hrsg.), Abtreibung. Ein neues Menschenrecht?

Mit Beiträgen von:

Rainer Beckmann, Bernward Büchner, Maria Grundberger, Claudia Kaminski, Sophia Kuby, Peter Liese, Alexandra M. Linder, Mechthild Löhr, Martin Lohmann, Giovanni Maio, Katharina Pabel, Manfred Spieker

191 Seiten Paperback

ISBN 978-3-88289-811-8

Kommen Menschenwürde und das Recht auf Leben Kindern schon vor ihrer Geburt zu? Internationale Organisationen propagieren ein "Menschenrecht auf Abtreibung". Von UNO und EU gefördert, bieten sie die Tötung Ungeborener weltweit an, angeblich im Interesse der "reproduktiven Gesundheit" der Frauen und ihres Selbstbestimmungsrechts.

Die in diesem Buch gesammelten Beiträge setzen sich aus der unterschiedlichen Perspektive sachkundiger Autoren mit dieser Propaganda und Praxis kritisch auseinander. Sie zeigen ihre verhängnisvollen Folgen für die Frauen, die Familien wie für die Gesellschaft auf und beleuchten die Rolle der Ärzteschaft sowie der Medien.

Johanna Gräfin von Westphalen (Hrsg.), Offensive für das Lebensrecht

189 Seiten, Paperback

Autoren:

Rainer Beckmann, Erzbischof Dr. Johannes Dyba, Hubert Hüppe, Dr. Claudia Kaminski, Jürgen Klaus Liminski, Mechthild Löhr, Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels, Dr. Leo Peters, Bernd Posselt (Mitglied des Europaparlaments), Roland Rösler, Prof. Dr. Manfred Spieker, Pater Werenfried van Straaten, Johanna Gräfin von Westphalen (Vorsitzende der Stiftung "Ja zum Leben").

Lebensrecht ist Menschenrecht für alle. Daß die Realität anders aussieht, zeigt die Diskussion um den § 218, zeigen Spätabtreibungen und der weitgefaßte Begriff der medizinischen Indikation. Überdeutlich erkennbar ist die Relativierung des Rechts auf Leben in den letzten dreißig Jahren, die unter dem Deckmantel der Entscheidungsfreiheit der Frau daherkommt. Eine Offensive für das Lebensrecht ist überfällig.

Das vorliegende Buch versteht sich als ein Plädoyer für das Leben. Die Autoren der darin enthaltenen Aufsätze bekennen sich zum unbedingten Schutz des menschlichen Lebens, zu der Wichtigkeit der Familie in der heutigen Zeit und zu einer christlichen Nächstenliebe, die jegliches Leben fördern und schützen will. Zugleich informiert das Buch sachlich über Verfehlungen der Politik in der Abtreibungsdiskussion, die Rolle der Kirche in der Schwangerschaftskonfliktberatung und thematisiert ferner die Brutalität einiger Abtreibungspraktiken.

Henning Eichberg, Abkoppelung

Nachdenken über die neue deutsche Frage

ISBN 978-3-926584-00-7

Die neue deutsche Frage ist nicht mehr die alte. Warum, wieso, weshalb? In kreisenden Bewegungen nähert sich dieser Band der Aktualität der nationalen Frage in Deutschland. Was ist die nationale Indentität allgemein vor dem Hintergrund des industriellen Rassismus und vor dem Horizont des Exterminismus, des massakrierenden Staats, der massakrierenden Konzerne? Wenn der Totalitarismus des 21. Jahrhunderts auf uns zukommt: Welche Hoffnungen liegen dann in einer nationalen "Balkanisierung für jedermann", im Weg zu kleineren Einheiten? Der Hauptinhalt nationaler Demokratie, so ergibt sich aus einem historischen Durchgang, ist nicht Einhiet (im Großstaat), sondern Vielfalt und Abkoppelung.

Es geht aber auch wider das patriotische Mißverständnis der nationalen Frage. Der Blickdes Vaterlandes ist ein solcher der geraden Linien: Ordnung schaffen und Grenzen befestigen, Einheit herstellen und Strategien planen, mehr produzieren und wirksam kolonisiersen. Das Volk aber lebt in den krummen Linien der Dialekte, der Regionen und der alltagskulturell einander überlappenden Lebensformen. Hat die nationale Identiät einen matriachalen Kern? Ist es gerade dies, das Volkliche, das im 21. Jahrhundert als Gegenkraft gegen den industriellen Totalitarismus Gewicht erhält?

Eichberg setzt die Diskussion um die nationale Frage der Deutschen fort. Seine Thesen sind provozierend und wenden sich gegen so manches rechte Mißverständnis. Er stellt nationale Identität gegen das machtstaatliche Interesse, das Volkliche definiert er als demokratisch und emanzipatorisch. Zugleich sind seine kultur-relativistischen Überlegungen ein engagiertes Plädoyer für die Abkoppelung Deutschlands von multinationalen Großstrukturen.

Werner Kunze, Zeitmosaik

Politik, Zeitgeist, Sprache

Quergedachte Ansichten

Nicht nur Kommunismus und "Faschismus" waren unfähig, die Probleme der Moderne zu bewältigen, sondern auch der libertäre Liberalismus steht kurz vor seiner eigentlichen Bewährungsprobe. Er wird sie nicht unversehrt überstehen. Links oder rechts, liberal, sozialistisch oder konservativ, kurz das ganze Bündel der seit über 300 Jahren diskutierten politischen und gesellschaftlichen Alternativen ist offensichtlich zum Scheitern verurteilt. Der Autor vertritt daher mit einer Fülle von meist kurzen Zeitdiagnosen und Glossen die Meinung, daß die heutigen Einseitigkeiten der Korrektur bedürfen.

Eine Sammlung von locker dargebotenen Gedanken und Ansichten, die zum Überlegen anregen und aufzeigen sollen, wie zeitbegzogen viele der heutigen "Glaubensinhalte" sind.

323 Seiten, Pb.

Günter Ullrich, Nation oder Europa

Plädoyer für einen aufgeklärten Nationalismus
Der Historiker Ullrich kommt zu der überraschenden Analyse, daß mit dem wachsenden Bedürfnis der Menschen nach Selbstbestimmung und nationaler Identität "Nationalismus" heute nichts mehr mit dem Chauvinismus vergangener Zeiten zu tun hat, sondern die Gefühlslage vieler Menschen kennzeichnet, die sich der drohenden Entfremdung in multinationalen, bürokratischen Großstrukturen entziehen wollen. Ein Plädoyer für einen aufgeklärten Nationalismus.

104 Seiten, Pb.